Telemann: Fantastisch

Sonntag · 25. Oktober 2020 · 17.00 Uhr
Telemann: Fantastisch
Fantasien, Konzerte, Kantaten


Georg Philipp Telemann, geboren 1681 in Magdeburg, gestorben 1767 in Hamburg, war zu seinen Lebzeiten einer der bekanntesten und berühmtesten Komponisten. Er beherrschte zahlreiche Instrumente, schrieb Gedichte und drei Autobiographien und war leidenschaftlicher Blumenzüchter. In diesem Konzert erklingen Konzerte, Kantaten und Fantasien. Seine Musik, lässt Bilder entstehen, ist manchmal melancholisch, sehnsüchtig, manchmal wild und führt oft den Schalk im Nacken. Ein unerschöpflicher Quell an Ideen, Stimmungen, Klängen und Farben. Die Wiederentdeckung seiner 12 Fantasien für Viola da Gamba im Jahr 2015 war eine Sensation. Renate Mundi hat die Fantasien kürzlich auf CD eingespielt und präsentiert einige in diesem Konzert. Susan Marquardt (Alt), Julia Huber-Warzecha (Barockvioline) und Christian Pfeifer (Cembalo) ergänzen das Konzert mit Kantaten und Konzerten. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen sind die Plätze begrenzt.

Wir bitten um Anmeldung hier oder unter Telefon 0611 52 43 00.
Ihre Plätze sind dann reserviert.

Konzertdauer ca. 60 Minuten

Gottesdienst am 11. Oktober, 10 Uhr

11.10.2020 | 18. Sonntag Trinitatis | 10:00 Uhr
Gottesdienst
Pfarrerin Rosalind Gnatt

Dies Gebot haben wir von ihm, wer Gott liebt,
dass er auch seinen Bruder liebe. 1. Johannes 4,21

Mitfeiernde:
Susanna Ludwig, Gesang
Christian Pfeifer, Orgel

und hier der Gottesdienst zum mithören:

Literaturkreis

literaturkreis_iconUnser nächstes Treffen:

Montag, 19. Oktober, 18 Uhr
Küche im Gemeindehaus, Lehrstraße 6

Unsere Lektüre: Mariana Leky: „Was man von hier aus sehen kann“

zuletzt gelesen:
Norman Ohler: Die Gleichung des Lebens

In unserem Literaturkreis „Lesen und Reden“ kommt ein kleiner Kreis Lesebegeisterter einmal monatlich für 2 Stunden im Gemeindehaus zusammen. Wir besprechen ein Buch, auf dessen Lektüre wir uns beim vorangegangenem Treffen geeinigt hatten. Wir äußern unsere Meinungen dazu und diskutieren ggf. kontrovers, ob und was uns an dem Buch gefallen hat. Wir freuen uns über „Leseratten“, die sich gerne mit anderen über Bücher austauschen und zu diesem Zweck zu uns stoßen

Familiengottesdienst zum Erntedankfest

Am 4.10.2020 feiert die Bergkirchengemeinde um 11.30 Uhr
einen Familiengottesdienst zum Erntedankfest
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Mitten in der Coronapandemie geht es um das Brotwunder Jesu. Die Angst das, was wir zum Leben haben, könnte nicht reichen und die Erfahrung von „Hamsterkäufen“ am Anfang der Coronazeit treffen auf die wunderbare Erfahrung, dass für alle mehr als genug da ist, wenn Menschen im Geist Gottes zusammenhalten. Das Gefühl der Ohnmacht in der Pandemie findet Trost in dem überwältigenden Gefühl, von Gott reichlich beschenkt worden zu sein. Vielen ist es ein Herzensbedürfnis, sich die Gnadenfülle an buntem Obst und Gemüse vor Augen zu führen und tief aus der Seele Gott zu danken. Schöne Bläsermusik, klassische Erntedanklieder und ein liebevoll dekorierter Altarraum helfen dabei.

Das traditionelle Erntesuppe-Essen entfällt in diesem Jahr.

Goldberg-Variationen BWV 988 mit Flóra Fábri, Cembalo

Sonntag · 11. Oktober 2020 · 17.00 Uhr
Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Aria mit verschiedenen Veränderungen
BWV 988
„Goldberg-Variationen“

4. Teil der „Clavier-Übung“
zuerst erschienen: 1741

Flóra Fábri, Cembalo 

Konzertdauer ca. 75 Minuten, mit einer kurzen Pause nach Variatio 15.

Lose Gedanken zum Stück – von der Interpretin:

  • Die Goldberg-Variationen. Ein ikonisches Werk, ein Marathonlauf, wenn man will. Es ist aber auch einfach himmlische Musik, die zum Genießen so wie Meditieren genauso einlädt – eben, zur „Gemüths-Ergetzung“, wie es so schön auf dem Titelblatt heißt.
  • Sie ist so perfekt konstruiert, dass man aus dem Staunen nicht rauskommt.
  • Mit dem Titel Clavier-Übung meint es Bach ernst: der Spieler wird gefordert, an die Grenzen des technisch Möglichen zu gehen. Genauso fordert er aber auch sich selbst als Komponisten heraus (und den Zuhörer nicht weniger), in solch einem strengen Rahmen (jede 3. Variation ist ein Kanon, streng konstruiert über immer größer werdenden Intervallen) die künstlerische Freiheit zu finden. Das Thema – die Akkordfolge der „Aria“- ist gegeben (und war zu Bachs Zeit schon ein bekanntes Bassmodell als Basis für Improvisationen). In 30 „Veränderungen“ erkundet Bach aber das ganze musikalische Universum. Ein Feuerwerk des Experimentierens mit Tonalität, Taktarten, strengen Strukturen und freien Verzierungen, Virtuosem, Leidenschaftlichem und Melancholischem. Dazu kommt an mehreren Stellen aber auch Bachs Humor zu Tage, zum Beispiel im berühmten Quodlibet am Ende des Stückes, bestehend aus Volksliedern mit den Texten „Kraut und Rüben haben mich vertrieben“, „Ich bin so lang nicht bei Dir gwesen“ und „Mein junges Leben hat ein Endt“, bevor die Aria in ihrer ursprünglichen Form zurückkehrt – und gleich klingt. Oder kann sie denn noch gleich klingen?

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